Projektbeispiel in der Schweiz
Erneuerbare Energie im Walliser Hochgebirge


Projektname: Monte-Rosa-Hütte, Wallis
Projektstandort: Schweiz, Wallis, Unteren Plattje
Projekttyp: VER-Projekt Schweiz
Emissionsreduktionen: 300 t CO2-äq. (über 10 Jahre)
Situation ohne Projekt: Diesel- und kohlebasierte Energieversorgung
Projektstatus: Implementierung
Validierung: Ausstehend
Projektbeginn: Juni 2009

Durch die Nutzung von Solarthermik, Photovoltaik und einem Blockheizkraftwerk (BHKW) wird der Energie- und Wärmebedarf der neuen SAC-Hütte Monte Rosa sichergestellt und somit auf die herkömmliche diesel- und kohlebasierte Versorgung verzichtet.

Monte Rosa
Die neue Monta-Rosa-Hütte

Die neue Monte-Rosa-Hütte ist ein zukunftsweisendes Forschungs- und Entwicklungsprojekt der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit dem SAC und der Empa. Inmitten einer Gletscherlandschaft gelegen, beweist sie, dass nachhaltiges Bauen auch unter solchen Bedingungen möglich ist und liefert Impulse für die Schweizer Baubranche.

Die Hütte wird durch modernste Methoden der Gebäudetechnik und Architektur so umgebaut und erstellt, dass eine grösstmögliche energetische Autarkie erreicht werden kann. 84 m2 Photovoltaikzellen liefern den Strom für Abwasseraufbereitung, Ventilation, Beleuchtung und Haushaltsgeräte. Überschüssige Energie wird in Batterien gespeichert und garantiert eine lückenlose Stromversorgung auch bei bedecktem Himmel. Thermische Solarkollektoren decken den Wärmebedarf für Heizung und Warmwasseraufbereitung. Durch die Nutzung der Sonnenenergie werden auch zahlreiche Brennstofftransporte per Hubschrauber hinfällig, was wiederum zu weiteren Emissionsreduktionen führt.

Im Vergleich zur alten Monte-Rosa-Hütte werden die aus dem Betrieb resultierenden CO2-Emissionen um mehr als zwei Drittel pro Übernachtung gesenkt.

Projektbeispiel international
Windenergie im Norden Madagaskars


Projektname: Mad’Eole – Wind Energy in Madagascar
Projektstandort: Madagaskar, Region Antsiranana, Ramena
Projekttyp: VER-Projekt, Gold Standard Bewerber
Emissionsreduktionen: 31 500 t CO2-äq. (über 15 Jahre)
Situation ohne Projekt: Regionaler Strommix
Projektstatus: Implementierung
Validierung: Ausstehend
Projektstart: Frühling 2008
Dokumentationen: Stakeholder Consultation Report (PDF, 150 KB)

Die lokale Organisation Mad’Eole plant, einen mit dem Stromnetz verbundenen Windpark mit einer Kapazität von 1.2 MW zu bauen. Das Projekt trägt dazu bei, die Entwaldung zu minimieren, die Energieversorgung zu stabilisieren, Arbeitsplätze für lokale Arbeiter zu schaffen und die Wasser- und Luftqualität zu verbessern.


Au lieu de l’énergie diesel…


... saubere Energie aus Wind

Die Energieversorgung in der Stadt und der Umgebung von Antisarana, am nördlichen Zipfel von Madagaskar, ist instabil. Der hohe Öl- und Elektrizitätspreis haben die Nachfrage nach Feuerholz und Holzkohle stark gesteigert, was die lokalen Waldbestände in Gefahr bringt. Elektrizität wird heute durch die Verbrennung von Diesel oder Schweröl erzeugt (siehe Bild links), was neben den CO2-Emissionen auch zu starker Luftverschmutzung vor Ort führt.

Das Projekt, welches die erste Windfarm in Madagaskar aufbaut, hat einerseits zum Ziel, die Knappheit in der Energieversorgung zu überbrücken, andererseits soll durch den Bau der Windfarm in Ramena (25 km von Antisarana entfernt) klimaneutraler und erneuerbarer Strom erzeugt werden. Die Windfarm wird sechs Turbinen mit einer Kapazität von je 200 kW beinhalten.

Die Windfarm ist ein erster Schritt in einem grösseren Programm, welches das Ziel hat, den ganzen Markt im Indischen Ozean mit Windturbinen von höchster Qualität zu versorgen und die Turbinen weitgehend in der Region herzustellen. Dadurch ist das Projekt in Ramena der Startschuss für einen Technologietransfer.

Jede Turbine wird den CO2-Ausstoss um etwa 350 t CO2 pro Jahr reduzieren, was zu einer Gesamtreduktion von 31’500 t CO2 in den ersten fünfzehn Jahren führt.

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